Kultstätte des Bikesports: Mountainbiken in Utah

Wenige Touren werden in der Szene so euphorisch gelobt wie die Trails in Utah, einer Region, die als Geburtsstätte des Mountainbikens gilt. Versteinerte Sanddünen, die „Slickrocks“, die im Verlauf von Jahrmillionen erdoriert sind, schaffen eine Oberfläche rau wie Schmiergelpapier, an dem der Reifengummi haftet wie Honig an den Fingern. Der gewaltige Strom des Colorado zersägt Utah von Nordosten nach Südwesten und ist für einen Großteil der fantastischen Canyons rund um Moab verantwortlich. Unsere Trans-Utah-Tour startet bei Kanab und endet knapp 650 Kilometer weiter in Moab. Zwei Wochen Mountainbikegenuss durch eine grandiose Szenerie. 

Die individuelle Anreise erfolgt nach St. George im Süden Utahs. Am Morgen brechen wir früh auf und fahren zu unserem Ausgangspunkt der Tour nach Big Water. Die Smoky Mountain Road liefert eine gute Vorlage, für alles, was noch kommen mag: Grandiose Aussichten auf den Lake Powell, der sich als eine der wenigen Gewässer wie ein polierter Spiegel in ein Spektral der Rottöne schmiegt. Der Sand knirscht unter den Reifen, Steine schlagen laut klackernd aneinander. Geräusche, die uns die nächsten beiden Wochen treu begleiten werden.

Wie ein gigantisches Lineal führt die Smoky Road an erodierten Tafelbergen vorbei. Spuren Jahrtausende alter Erosionsprozesse versetzen uns gedanklich zurück in längst vergangene Zeiten. 

Das Grand National Staircase Monument, einem Naturschutzgebiet vom Typ eines Nationalmuseums, ist geologisch dreigeteilt: Die Schichtstufenlandschaft bildet eine nach Norden aufsteigende große Treppe, durchschnitten vom Paria River, der zusammen mit seinen Zuflüssen die Landschaft vielfach durchtrennt und dabei geologische Schönheiten par excellence kreiert. 

In den ewigen Weiten bauen wir unsere Zelte auf, übernachten im Zigtausend-Sterne-Hotel, die Abgeschiedenheit eliminiert jegliche Lichtverschmutzung und zeigt den Himmel, wie ihn Astrologen am liebsten sehen: sternenklar, vorausgesetzt die Witterung spielt mit. Müsli mit Obst stärkt die Waden, die in der mobilen Solardusche vom Staub befreit werden können. Es ist das Naturerlebnis, was für Luxus sorgt, gehobene Ansprüche an Materielles dürfen nur für die Bikes erhoben werden, alles andere ist nebensächlich. 

Es locken so dermaßen viele landschaftliche Sehenswürdigkeiten, dass an dieser Stelle eine kurze Auflistung erfolgt, bevor es weiter ins Detail geht: Der sagenumwobene Navajo Mountain, dessen Besteigung wegen seines von den Navajo für heilig erklärten Gipfels untersagt ist, das Kaiparowitz Plateau, was aussieht, als hätte jemand mit einem Pinsel verschieden pigmentierte Rottöne auf einer riesigen Leinwand übereinander gelegt. 

Utah gibt sich äußerste Mühe, seinen Besuchern die größtmögliche Gastfreundschaft zu bieten. In Boulder, namensgebend sind seine zahlreichen Felsen, beginnt der Burr Trail. Sechzig Meilen schroffes Auf und Ab durch den Long Canyon, den Wolverine Loop und Aussichten auf die Henry Mountains, aus deren Gipfelflanken einzelne Schneefelder hervorblitzen. Dürre, Einsamkeit und die raue Umgebung haben die Ansiedelung von Menschen lange Zeit auf ein Minimum begrenzt, mit Ausnahme des Glen Canyons, wo sich an sonnigen Wochenenden Besucher um die besten Plätze tummeln. 

 

 

 

 

 

Wer hier, nach all dem Zauber, einen Schnitt machen möchte, hat die Möglichkeit, die Tour nach einer Woche und etwa 330 Kilometern in den Henry Mountains zu beenden (wovon wir natürlich abraten). Da die Reise auf Anfrage auch als einwöchige Variante buchbar ist, wird die Gruppe ab nun teilweise neu gemischt. 

Die zweite Woche beginnt mit einigen Kilometern gemütlichen Fahrens auf dem Highway 95, bis wir auf die Wooden Shoe Road abbiegen. Für alle Strapazen entschädigt der Dark Canyon, er gilt als einer von Utahs Kronjuwelen. Einschnitte in die Ebenen zeugen von der Macht der Flüsse, die beachtliche Furchen hinterließen.

Als landschaftlicher Gegenpart zum Dark Canyon präsentiert sich der Canyonlands Nationalpark: dünne Felsnadeln, fein gestreift, erheben sich wie die Sammlung eines überambitionierten Turmbauers in den azurblauen Himmel, wo Kletterer spinnengleich an den Wänden kleben und den Blick von den Sandpisten in die Vertikale lenken.

Weitere Informationen zur Tour nach Utah finden Sie hier >> auf unserer Internetseite. Gerne beraten wir Sie, telefonisch oder auch per Mail: 

Tel.: 0761-556 559 29

info@biketeam-radreisen.de

 

Fotowettbewerb bei BIKETEAM – unsere Jahresgewinner

Wir veranstalten jeden Monat einen Fotowettbewerb, außerdem nehmen alle Gewinner des monatlichen Wettbewerbes an unserer Jahresverlosung teil, bei der es nützliche Sachpreise zum Rad fahren zu gewinnen gibt. 

Nun war es wieder soweit, die Gewinner unserer Jahresverlosung wurden gekürt.

Der erste Preis geht dieses Jahr an Herrn Volker Schillinger, der nach der Rennradreise „Route des Grandes Alpes“ sein Fahrrad an der Mittelmeerküste parkt und sich verdienterweise von den Anstrengungen seiner Tour erholt. Gewonnen hat er einen 150€ Gutschein für seine nächste Reise – herzlichen Glückwunsch!

Frau Kletzander kann sich mit dem zweiten Platz, einem Bild von ihren schlammverspritzten Beinen von ihrer Bali und Java-Mountainbike Tour, über einen Fahrradhelm von Giro freuen. Frau Tschiedel ist mit einem Fahrrad-CombiPack, bestehend aus einer Satteltasche, einer Mini-Fahrradpumpe, einem Faltwerkzeug und einem Reifenheber gut für alle kommenden Reisen gerüstet. Sie war mit uns in Neuseeland.

Wir gratulieren den Gewinnern und bedanken uns außerdem bei allen Teilnehmenden. Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Partner Naturzeit, der uns die Sachpreise zur Verfügung stellte.

Bei unserem monatlichen Fotowettbewerb gibt es jeweils eine Satteltasche zu gewinnen, es entscheidet die Anzahl der Likes bei facebook. Wir freuen uns über alle zukünftigen Teilnehmer.

Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen zu unserem Fotowettbewerb finden Sie hier >> auf unserer Internetseite.

Mountainbiken in den Anden: „Mein Faible für Argentinien begann in meiner Kindheit“

Herr Peters, freiberuflicher Musiker aus Regensburg, war im Januar mit uns auf einer Mountainbikereise in den Anden unterwegs. Von Malargüe in Argentinien geht es in acht Tagen über die „Cordillera“ nach Chile, übernachtet wird in Zeltcamps.

Herr Peters, wie schön, dass wir Sie zu Ihrer Reise interviewen dürfen. Weshalb haben Sie sich für eine Tour in Argentinien und Chile entschieden?

Das ist eine lange Geschichte: Mein Faible für Südamerika begann bereits in meiner Kindheit. In der vierten Klasse habe ich ein Referat über Brasilien gehalten, der Wunsch, nach Südamerika zu reisen, ließ mich seitdem nicht mehr los. Mit 31 Jahren bin ich dann endlich nach Brasilien geflogen, es war fantastisch. Vor allem die Musik hat mich sehr begeistert. Ein paar Jahre später flog ich erneut nach Südamerika und war in Paraguay, Peru, Chile und Argentinien.

Wie kam es, dass Sie sich für eine Radreise entschieden haben? Sind Sie ein begeisterter Mountainbiker?

Ich habe vor vielen Jahren mein Motorrad verkauft und bin auf ein motorloses Fahrzeug umgestiegen, also aufs Fahrrad. Mit einem Freund habe ich bereits zweimal die Anden überquert. Wir haben uns Strecken bei Google Earth angeschaut und uns auf den Weg gemacht. Ich bin mittlerweile 66 Jahre alt, mein Kamerad wollte diesmal nicht mit. Die geführte Tour bot sich an, es ist sehr komfortabel, dass das Gepäck transportiert wird und man sich nicht mit der Logistik auf der Reise befassen muss.

Mountainbike-Reise_Chile_ArgentinienDie Hochlagen der Anden sind von alpinem Klima geprägt. War Januar eine gute Reisezeit?

Das Wetter war wunderbar. Es war zwar oft sehr heiß, 35 bis 41 Grad, aber es fiel kein Regen. Der südamerikanische Sommer ist für die Hochanden die beste Reisezeit.

Welche Etappe war die beeindruckendste?

Beeindruckend war jeder Tag, als besonders spannend habe ich die vierte Etappe in Erinnerung. Nach den ersten drei Tagen, die sehr anstrengend waren, geht es am vierten Tag – nach Überquerung der argentinischen Grenze – durch eine Hochebene am Fuße eines Gletschermassives. Dann in einer schwierigen und langen Abfahrt (etwa 15km) durch dieses Niemandsland hinunter zum chilenischen Grenzübergang.

Das klingt nach einer harten Tour.

Die Tour an sich war gut zu meistern, stellenweise musste man etwas die Zähne zusammenbeißen, vor allem auf den sandigen, steinigen Pisten. Wer Probleme hatte, Spitzkehren zu fahren, musste ab und zu absteigen. Ich bin selbst kein Bike-Profi, konnte aber alles meistern. Ich bin auch zuhause mit dem Mountainbike unterwegs, aber nur auf Forststraßen, Waldwegen und ausgewiesenen Strecken.

Wie kann man sich die Camps vorstellen?

Ein Fahrzeug fährt die Küche, die Zelte und alles voraus. Das Camp wird also aufgebaut, bevor wir Mountainbiker dort sind. Beim Abbau haben alle geholfen. Die Crew war sehr freundlich, das Abendessen gut und reichlich. Wir haben in Drei-Personen-Zelten übernachtet, die von zwei Leuten belegt waren. Es ist auch möglich, alleine im Zelt zu schlafen. Abends sind wir spät angekommen, die Camps stehen mitten in der Prärie. Wasser war immer vorhanden. Aus Naturschutzgründen habe ich beim Waschen auf Seife und Shampoo verzichtet. Es gibt natürlich auch Körperpflegeprodukte, die biologisch abbaubar sind. Das ist ratsam.

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In den Zeltcamps wird für die Gäste gekocht. War das Essen gut? Was haben Sie gegessen?

Wir haben sehr abwechslungsreich gegessen. Hühnchen mit Reis, Nudeln mit gegrilltem Fleisch, auf Wunsch vegetarisch. Zum Frühstück gab es Brot, Kaffee, Kekse. Müsli leider nicht, das wäre ganz gut gewesen.

Was hat Ihnen am besten gefallen?

Es war alles rundum super, die Reise hat meine Erwartungen übertroffen. Man weiß ja nie, wer dabei ist, aber ich hatte sehr viel Glück mit der Gruppe. Wenn man mit jungen, gut gelaunten Leuten reist, wertet das eine Tour natürlich sehr auf.

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Die Region ist recht einsam. Haben Sie überhaupt andere Reisende getroffen?

Nein, eher wenige. Einmal sind wir einer Gruppe Deutscher begegnet, auch Mountainbiker, die waren aber sehr leistungsorientiert. Es geht mir nicht um die Anzahl der Kilometer, um das Abfahren einer harten Strecke. Ich möchte eher die Landschaft genießen und bin niemand, der Trails hinunterrauscht.

Haben Sie einen Tipp für Leute, die sich für die Reise interessieren?

Einen speziellen Tipp habe ich nicht. Ich kann die Reise aber sehr empfehlen. Die Gruppe war toll, das Personal vor Ort hat sich sehr für unser Wohlergehen engagiert und ein großes Lob verdient.

Haben Sie eine weitere Reise geplant?

Die Seidenstraße finde ich sehr spannend, natürlich ist die Gegend politisch gerade etwas problematisch. Eine Tour in Kanada würde mir sicher auch gefallen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie noch einmal mit uns verreisen. Vielen herzlichen Dank für das Interview.

Auch Lust auf eine Mountainbike-Reise nach Argentinien und Chile bekommen? Unsere Termine für 2018 stehen: 09.02. – 17.02.2018 und 23.02. – 03.03.2018

Die Reise finden Sie hier auf unserer Internetseite.

Mountainbike-Reise_Chile_Argentinien

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Harter Tobak: mountainbiken in Südtirol. Ein Trailbericht.

Der Rhythmus der Jahreszeiten bremst uns aus. Kann der Reschenpass hinter der Schweizer Grenze wegen Neuschnee mit unserem alten VW-Bus nicht befahren werden, wird uns eine Stunde später auch in Latsch in Südtirol die Weiterfahrt verwehrt. Zwar nicht mit dem VW-Bus, dafür auf dem Mountainbike, denn: es schüttet wie damals mit Lenin im Amazonas-Regenwald (aber das ist eine andere Geschichte).

Gregor verströmt Gelassenheit. „Wir tun das, was wir schon gestern hätten tun sollen: Tee trinken und Bücher lesen.“ Einer wie er wird erst in vierzig Grad steilem Gelände richtig wach, als Spross einer sportbegeisterten Familie ist er vor zwei Jahren als Wirtschaftsflüchtling in die Schweiz ausgewandert. Seitdem brettert er ständig irgendwelche Trails hinunter.

Unsere beiden Freunde Andreas und Christa, die morgen nachkommen, leben den gleichen Sport. Die Einzige, die den bevorstehenden Unternehmungen mit etwas gemischten Gefühlen gegenübersteht, bin ich. Mein emotionales Verhältnis zu Trails speiste sich bisher aus den Videos der Mountainbike-Legende Danny Mac Askill auf Youtube. Mit Ski oder Steigeisen an den Füßen klappt vieles, rollend auf zwei Rädern war ich bisher vor allem im Schwarzwald unterwegs.

Ich sitze auf der Matratze im Bus und schaue durch das beschlagene Fenster auf einen sanft vor sich hinplätschernden Steinbrunnen, neben dem wir auf einem Waldparkplatz stehen. Nebelschwaden erheben sich kriechend langsam aus dem Tal, um uns herum: Stille. Ich kaue auf einem Klumpen Graubrot und überlege, wie ich ohne Gesichtsverlust in Erfahrung bringe, wie das da so wird, auf den Trails. „Hast du dir schon mal was gebrochen?“, frage ich beiläufig. Gregor überlegt kurz, und zwar nicht, wie ich vermute, ob überhaupt, sondern wie oft und wo. 

Mit dem Abend kommt der Schnee, doch wir lassen uns die Freude auf die kommenden Tage nicht vermiesen. Latsch zählt zu einem der besten Bikereviere der Alpen. Was die Region Vinschgau so unverwechselbar macht, ist die Kombination aus landschaftlicher Schönheit und einem Terrain, das alle Stücke spielt. Latsch zählt knapp 5.000 Einwohner und liegt am Eingang des Martelltals, zwischen Goldrain und Kastelbell-Tschars. Die liebliche Landschaft mit den Apfelbäumen im Tal, die Berge mit ihren Gletschern hoch oben und der mit 3.905 Metern alles überwachende Ortler, im Nationalpark Stilfser Joch, bieten reihenweise Spielraum für aktive Urlauber.

Die einzigen Grenzen, die einem hier beim Mountainbiken gesetzt werden, sind die eigenen. Doch man muss kein Trailjunkie sein, um auf seine Kosten zu kommen. Auch Freunde des entspannten Genussbikens und lernwillige Anfänger finden hier so ziemlich alles, was an dem Sport dranhängt: wurzelige, verblockte Waldwege, Klassiker der Transalp-Routen, einfach zu fahrende Höhenwege zu urigen Almen.

Beim Spaziergang nach Latsch kommen uns gerade mal drei Wanderer entgegen, ansonsten sind wir alleine mit dem verwinkelten Ort und den Bergmassiven aus Schlerndolomit, die wie die Zähne eines gigantischen Unterkiefers in den Himmel ragen. An sonnigen Wochenenden herrscht hier ein Treiben wie an einer Berliner U-Bahn-Station – Deutsche inklusive. Eine steife Brise weht um unsere Kapuzen. Verträumt trotten wir zum Marktplatz, auf dem die Eisdielen heute geschlossen sind.

Ein lautes Rülpsen lässt mich zusammenzucken. Vorwurfsvoll schaue ich zu meinem Begleiter, doch es ist ein riesiger Hund, der rechts hinter mir drohend das Nackenhaar sträubt. Zum Glück verschwindet er schneller Richtung Apfelplantagen, als ich mich auf zwei Beinen retten kann. Der Schreck schärft die Sinne.

Wir spazieren durch den Ort, der – viel zitiert – wie ausgestorben aussieht. Irgendwo hinter diesen zig Kirchtürmen, Apfelbäumen und Bergmassiven liegt die Welt, aus der wir kommen, eine mit Flugplänen, Media Märkten und Wagenstandsanzeigern. Unsere Schlechtwettersicht beschränkt sich auf den Kontrast zwischen der fruchtbaren Talsohle und einer kargen Bergwelt. Südtirol, die nördlichste Provinz Italiens, beherbergt eines der größten Apfelanbaugebiete Europas. Durch Frostschutzberegnung werden die Blüten bei Minusgraden gespritzt, alte Traktoren knattern zwischen den Plantagen hindurch. Wir lassen den Abend mit einem Besuch im Hallenbad ausklingen, „Gnade für die Wade“, sagt Gregor, während er wie eine laichende Kröte im brühwarmen Außenbereich am Beckenrand klebt.

Dass von Latsch ein Zauber ausgeht, erfahren wir am nächsten Morgen, nach dem ersten Blick aus dem Fenster: Weiß bestäubt strahlen uns die Bergketten an, ein überaus fotogener Kontrast zum leuchtend satten Grün im Tal. Die Sonne scheint auf uns hinab, als wolle sie sich für den vielen Regen und Schnee der letzten Tage entschuldigen. Wir spülen die Müdigkeit, die man so verspürt, wenn man früh morgens aus einem muffigen Bus kriecht, mit einer Tasse Kaffee hinunter. „Auf geht’s, hinauf zur Alm“, sagt Gregor, mit affektiertem Südtiroler Zungenschlag.

Unsere darauf folgenden Tage rund um Latsch erinnern ein wenig an ein Computerspiel, bei dem es darum geht, möglichst viele Höhenmeter zu sammeln, Hindernissen geschickt auszuweichen und in neue Terrains vorzudringen. Da sind unter anderem der Propain Trail, der Holy Hanson Trail, der Burgentrail und der Panoramatrail, die sich handtuchbreit und wild geschwungen in eine Landschaft aus Grün und Grau fräsen.

Level 1: Man kurbelt auf einem Forstweg bis zu einer Alm hoch und fällt in derselbigen über Kaiserschmarrn her, bis man sich auf Alm Nummer zwei einen Kaffee gönnt, und pappsatt durch den Wald auf fahrtechnisch moderaten Wegen zurück zum Bus gelangt.

Level 2: Man gelangt über sandige Wege im kurvenreichen Anstieg zu einer Burg, klettert auf die Brüstung, lässt sich von unten das Mountainbike reichen, sammelt Punkte beim Fotografieren, beißt auf halbem Anstieg in sein Käsebrot und donnert selbigen sandigen Weg wieder hinab. „Immer schön die Zeigefinger an die Bremsen, Sattel runter, Hintern raus, Ellbogen nach außen strecken“, sagt Christa durch ihren Fullface-Helm, und sie weiß, wovon sie spricht. Level 3: Steinstufen hochfahren ist die eine Herausforderung, vierstellige Höhenmeterangaben noch vor dem Mittagessen knacken die andere. Proviant: Bananen und Nüsse, größere kulinarische Genüsse gibt’s erst am Abend.

Ich habe sehr viel Spaß in Latsch, obwohl ich mich ablege, mir Geröllsplitter um die Ohren fliegen oder ich mir zum x-ten Mal beim Auf- oder Absteigen die Pedale in die Waden ramme. Doch wer wie ich mit Leuten unterwegs ist, die ein Mountainbike auf die Wade tätowiert haben, weiß entweder, worauf er sich einlässt, oder gibt sich zumindest hier mit den unteren Levels zufrieden. In denen gibt’s wenigstens den Kaiserschmarrn.

A propos Levels: Durchs Vinschgau bieten wir zwei geführte Alpencross-Touren in unterschiedlichen Niveaus an. Beide Touren führen von Garmisch im Allgäu an den Gardasee nach Norditalien. Die Etappenlängen und zurückgelegten Höhenmeter bieten Mountainbikegenuss für sportlich orientierte bzw. sportlich sehr ambitionierte Bikefreunde (halsbrecherische Trails fahren muss man nicht). Text und Bilder: Katharina Baus

zum Alpencross Level 1 >>

zum Alpencross Level 2 >>

Suedtirol Mountainbiken Burg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Bevor man in Schottland mit dem Verkehr kämpft, kämpft man gegen den Wind“ – Interview mit Reiseleiterin Katia

Katia, unsere Reiseleiterin für Schottland-Radreisen, begeistert sich mit Herz und Seele sowohl für Schottland, als auch für Fahrräder und Geschichte. Mit einem Geschichtsstudium, einer Ausbildung zur Fahrradmechanikerin und ihrer Arbeit als Reiseleiterin macht sie genau eins: ihren Leidenschaften nachgehen. Was sie an Schottland fasziniert, erzählt sie in diesem Interview.

Katia, du bist unser Guide in Schottland. Was fasziniert dich an diesem Land?

Ja, gute Frage, warum und gerade Schottland. Viele ziehen bei Schottland einen Vergleich mit Norwegen, es ist rau und einsam, und bietet trotzdem spannende Metropolen wie Edinburgh und Glasgow. Wer möchte, steht innerhalb kurzer Zeit in der totalen Einöde. Besonders faszinieren mich die Heidelandschaften und Schottischen Highlands. Es gibt viele glasklare blaue Seen, Strände, die Leute sind sehr herzlich. Fahrradreisen bedeuten für mich die absolute persönliche Freiheit.

Wie oft bist du in Schottland unterwegs?

Ich bin ca. zwei bis drei Monate im Jahr dort. Ryanair fliegt von Bremen direkt nach Schottland, das ist natürlich Luxus. Meistens arbeite ich in der Hauptsaison. Wenn ich privat nach Schottland reise, mag ich auch den Winter, gerade weil sehr wenige Touristen unterwegs sind.

Das schottische Wetter hat keinen guten Ruf. Zu Recht oder zu Unrecht?

Das Wetter ändert sich in Schottland sehr schnell, innerhalb von fünf Minuten kann es bei Regen schon wieder ganz anders aussehen. Das Schottland-Vorurteil, sehr regenreich zu sein, stimmt aber nur halb. Ich hatte schon Gruppen bei richtig warmen Wetter, da sind alle baden gegangen. Also im Meer, nicht im Regen. Andererseits wurden wir schon so dermaßen eingeregnet, dass wir das Hotel nicht verlassen konnten. Klar, man sollte gute Regenbekleidung dabeihaben, Schönwetterreisende fahren vielleicht besser nach Italien. Das Wetter ist allerdings überproportional häufig gut.

Wir bieten verschiedene Schottlandreisen an. Einmal durch das Hochland und die Inneren Hybriden, auf dem Great Glen Way und zuletzt entlang der Westküste und in die Highlands. Welche ist dein Favorit?

Die Hybridinseln sind besonders schön. Sie vereinen ganz Schottland auf wenig Fläche. Meine Lieblingsinseln sind definitiv die Isle of Mull und Isle of Skye, von dort hat man die schönsten Panoramen, manchmal ist es etwas mystisch neblig. Neblig und wolkenverhangen. Die tollsten Ecken locken im Norden, schwarzes Lavagestein mit bizarren Felsformationen, da geht mein Herz auf. Ich mag auch den Loch Rannoch More Nationalpark sehr gerne, vor allem die Moor- und Sumpflandschaften. Es fährt sich dort sogar recht komfortabel, auf befestigten Wegen.

Verkehr gibt es kaum, oder?

Es gibt kaum Straßen mit Gegenverkehr, das ist das angenehme. Bevor man mit dem Verkehr kämpft, kämpft man eher gegen den Wind.

Ist die schottische Küche besser als ihr Ruf?

Die Leute sind begeistert von frischem Fisch, als Vegetarier hat man es nicht ganz so leicht. Außerdem wird alles frittiert, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Klar, Fish & Chips kennt man ja, aber frittierte Marsriegel!? Die wurden in Schottland erfunden. Und Wild wird gerne serviert. Das schottische Frühstück besteht schon mal aus geräucherten Makrelen, Baked Beans mit Toast und Speck, Lachs und Kabeljau. Porridge wird in nahezu allen Restaurants zum Frühstück serviert.

Wie bist du darauf gekommen, Radreisen zu führen?

Ich war viel im außereuropäischen Ausland unterwegs, und zwar immer auf dem Fahrrad, auch in Asien und Australien. Meine erste Schottlandreise werde ich nie vergessen, damals auf einem alten Rad mit Stahlrahmen. Insgesamt begegnet man vielen Herausforderungen, die man sonst im Alltag nicht erlebt. Höhenmetern. Starkem Wind. Mücken. Auf dem Fahrrad trifft man Menschen, die man sonst nicht treffen würde und führt Gespräche, die sonst nicht stattfinden.

Vielen Dank, Katia!

Habt ihr auch Lust Schottland mit dem Trekkingbike zu entdecken? Alle Details zur Reise findet ihr unter:

Schottland Trekkingbikereisen >>

Wir beraten Euch gerne, auch persönlich, unter Tel. 0761 / 556 559-29 oder per Mail info@biketeam-radreisen.de.

 

 

 

 

 

Eine Reise wert: Albanien

Man stelle sich vor: Eine Mischung aus der zerklüfteten dalmatinischen Küste mit ihrem eisblauen Wasser, dazu helle Kies- und Sandstrände wie an der Algarve, Oliven-, Zitronen- und Orangenhaine wie in der Toskana. Obendrauf römische Ausgrabungen, viel davon als Weltkurkulturerbe. Halt, die großartigen Wege durch wildes Gebirge nebst Einkehr bei extrem gastfreundlichen Menschen nicht vergessen.

Wir befinden uns in Albanien, bis zum Fall des Kommunismus der verschlossenste Staat Europas, heute ein Land, in das es sich zu reisen lohnt. Albanien lässt sich nicht leicht einordnen, trotz der Kleinheit des Landes ist seine Vielfalt erstaunlich.

Zehn Gründe, nach Albanien zu reisen:

1. Zwischen den Meeren

Das Land am Ionischen und Adriatischen Meer braucht sich vor vielen anderen europäischen Reisezielen nicht verstecken, im Gegenteil: Traumhafte, oft menschenleere Strände, wie der von Gjipe (nur zu Fuß zugänglich), sucht man in anderen Mittelmeerländern oft vergeblich.

2. Der gebirgige Norden

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat den Weitwanderweg „Peaks of Balkans“ mit eingerichtet, im südlichen Küstengebirge läuft ein ähnliches Projekt. Ein Traum für Wanderer und Mountainbiker, lohnenswert ist vor allem die Gegend östlich von Tirana in den Albanischen Alpen.

3. Kultureller Reichtum

Die gut gepflegten, antiken Ruinen von Butrint im Süden des Landes über das römische Aquädukt bis hin zum venezianischen Kastell: Unesco-Welterbestädte wie Berat, die „Stadt der tausend Fenster“, und Gjirokastra zeugen vom reichen kulturellen Erbe Albaniens.

4. Religiöse Vielfalt

Muslime machen ca. 70 Prozent der Bevölkerung aus, sie leben Tür an Tür mit Katholiken (ca. 10%) und Orthodoxen (ca. 20%) – und das in einem Land, das noch vor einer Generation per Deskret atheistisch war. Zudem ist die albanische Landbevölkerung größtenteils sehr neugierig und die Leute freuen sich, wenn sie andere Menschen kennen lernen.

5. Wenig Verkehr

Wenig Verkehr, disziplinierte Autofahrer. Kein Wunder: Albanien ist mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern dünn besiedelt. Jeder zweite Wagen ist ein Mercedes, auf den die Besitzer gut aufpassen.

6. Essen

Speisen sind in Albanien im europäischen Vergleich günstig. Fantastisch ist das mediterrane Essen mit griechischen, türkischen und italienischen Einflüssen, wie zum Beispiel Ambash, eine Mais-Suppe mit Ziegenfleisch-Stückchen. Zu nahezu jedem Essen gibt‘s Gurken, Tomaten, Oliven und selbst gemachten Käse. Ziegen oder Schaf werden gegrillt, Blätterteig mit Nena gefüllt, einer Art Wildspinat.

7. Die Hauptstadt Tirana

Wer Tirana besucht, findet eine fortschrittliche Stadt vor: Neue Straßen, moderne Hochhäuser und die vielen Läden, Cafés und Restaurants im Stadtzentrum lassen fast vergessen, dass Albanien Ende der 1980er Jahre ein völlig verarmtes Land war.

8. Sicherheit

Viele denken beim Stichwort „Albanien“ an Blutrache und Kriminalität. Dazu sei das Auswärtige Amt zitiert: „Fälle von Gewaltanwendung bei Klein- und Straßenkriminalität sind relativ selten.“ Also, ab nach Albanien.

9. Anreise

Knapp über eine Stunde dauern die Flüge von Wien oder Ljubljana zum Flughafen von Tirana, der den Namen der albanisch-stämmigen Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa trägt.

10. Auf dem Fahrrad durch Albanien mit Biketeam-Radreisen

Einsame Strecken in entlegenen Bergen, Übernachtungen in traditionellen Gasthäusern, selbst gemachte Speisen aus Hof und Garten: Eine Bike-Tour durch die Berge Albaniens, ist eine Zeitreise in die Vergangenheit und ein Geheimtipp, der es in sich hat. Auf wilden Naturpisten sind wir auf dem Mountainbike unterwegs über entlegene Täler, einsame Pässe und durch geheimnisvolle Weiler. Die Trekkingradreise vereint wildes Bergland mit abwechslungsreichen Küstenetappen. Spätestens nach dem ersten Tag weiß man: Es lohnt sich manchmal, bekannte Pfade zu verlassen und neue zu erfahren. In Albanien, diesem letzten Geheimnis Europas.

Habt ihr auch Lust Albanien mit dem MTB oder Trekkingbike zu entdecken? Alle Details zur Reise findet ihr unter:

Albanien Trekkingbike- oder Mountainbike-Reise >>

Wir beraten Euch gerne, auch persönlich, unter Tel. 0761 / 556 559-29 oder per Mail info@biketeam-radreisen.de.

Reisegeschichte: Mountainbiken wie Tarzan und Jane auf Bali und Java

Manuela bereiste im Dezember letzten Jahres Bali und Java auf dem Mountainbike. Anschließend gewann sie mit ihrem Reisebild unseren monatlichen Fotowettbewerb. An dieser Stelle erzählt Sie von den Highlights ihrer Reise:

Meine Bali-Java-Mountainbikereise war rundum fantastisch. Nachdem ich vor zwei Jahren zum ersten Mal eine Rad-Urlaubsreise nach Süd-Kerala gemacht habe und total begeistert war, wollten wir diesmal die beiden indonesischen Inseln erkunden.

Die Vorfreude und die Erwartungen waren sehr groß. Und schon mal vorab: ich wurde nicht enttäuscht. So ging es am 24.12 los. Wo andere noch hektisch die letzten Weihnachtseinkäufe besorgen und den Weihnachtsbaum schmücken, sitzen wir ganz entspannt und sehr lange im Flieger.

Auf Bali wurden wir sehr freundlich von unserem Guide Andy und dem Fahrer Mathi abgeholt und in unser Hotel gebracht. Und dann begann die Traumreise, die jeden Tag ein anderes Highlight geboten hat. Unser Guide kennt die besten, kleinen Straßen und Wege durch Kokosplantagen, Reisfelder, Gewürzplantagen. Man lernt die „echten“ Inselbewohner bei ihrer Arbeit kennen, die immer wieder freundlich und lächelnd grüßen. Immer wieder wird ein Stopp eingelegt, um uns exotische Früchte und Gewürze zu zeigen, die dort wachsen.

Ein toller Schnorchelausflug im Menjangan Nationalpark lässt uns die bunte Vielfalt der vielen Fische und Korallen bestaunen.
Ein sehr beeindruckendes Erlebnis ist die Tour zum Vulkan Ijin. Eine lange Bergetappe, der Anstieg zur Teufelsmiene mit vielen Höhenmetern bringt uns ins Schwitzen, aber die faszinierende Natur lässt uns die Anstrengung vergessen. Die Fahrt durch die Zuckerrohrplantagen und einsamen Dörfer im Bergurwald, sowie die Ausblicke auf die Vulkanwelt machen einfach nur Spaß.

Am Zeltplatz am Fuße des Vulkans bekommen wir dann ein traditionelles Abendessen, um nach einer kurzen Nacht im Zelt zum Vulkankrater zu wandern. Den Schwefelstechern bei ihrer harten Arbeit zu beobachten, war beeindruckend. Weiter ging es dann mit tollen, schnellen Downhills. In einem Naturpool in der Nähe eines Wasserfalles bot sich ein erfrischendes Bad an.

Ein absoluter Höhepunkt für mich als Mountainbiker war eindeutig der Dschungeltrail. Wer kann schon behaupten, einen Singletrail gefahren zu sein, wo die schwarzen Affen hoch über einen ein lautes Dschungelkonzert anstimmen oder Tukane über einem schweben. Man fährt durch wilde Bäche, im Wald musste unser Guide zum Teil den Weg freischneiden. Jeden Moment könnte Tarzan
um die nächste Kurve schwingen.

Wir hatten die ganzen zehn Kilometer ein breites Grinsen im Gesicht. Schön war auch der Empfang der Kinder im ersten Dorf nach dem Urwald. Die Freude und das Staunen war groß und so mussten wir ein kleines Rennen mit der Radelite des Dorfes starten. Dann übernachteten wir in einer einsamen Bucht im Zelt, es war wie bei Robison Crusoe. Hätte mich nicht gewundert, wenn „Freitag“ vorbeigeschaut hätte. Wir hatten sechs Kilometer Sandstrand und zigtausend Krebse. Hier haben unsere Guides für uns leckeren Fisch gegrillt.

Natürlich besuchten wir kleine Märkte und diverse Tempel gesehen. Aufregend war außerdem die Raftingtour durch eine atemberaubende Landschaft. Wir haben Künstler und Handwerker in ihren kleinen Ateliers besucht. Ich könnte noch ewig weiterschwärmen. Ja, unsere Mountainbikereise nach Bali und Java wurde zu einem Traumurlaub.

Habt Ihr auch Lust Bali und Java mit dem MTB zu entdecken? Alle Details zur Reise findet Ihr unter:

Indonesien – MTB-Reise >>

Wir beraten Euch gerne auch persönlich unter Tel. 0761 / 556 559-29 oder per Mail info@biketeam-radreisen.de.

 

 

 

Gute Erfindung: 200 Jahre Fahrrad

Eine hervorragende Erfindung, effizient und dabei noch umweltfreundlich: Das Fahrrad feiert dieses Jahr seinen 200. Geburtstag. Am 12. Juni 1817 unternahm Karl Freiherr von Drais, geboren in Karlsruhe, die Jungfernfahrt mit der von ihm erfundenen „Laufmaschine“.

Doch wieso eigentlich wurden Anfang des 19. Jahrhunderts muskelbetriebene Fortbewegungsmittel erfunden? Verantwortlich sind äußere Umstände: Ein Vulkanausbruch, Missernten, Futter- und Pferdemangel – da braucht es Muskelkraft als Kutschenersatz.

Das Verlangen nach muskelbetriebenen Fortbewegungsmitteln entstand, weil Pferde, lange Zeit die günstigsten Transport-Antriebe, von einigen Hafermissernten auf einmal kostspielig wurden. Zur gleichen Zeit, im Jahr 1815, eruptierte in Südostasien der Vulkan Tambora. Seine gigantische Aschewolke verdunkelte die Erde zeitweilig, er brachte Eiseskälte, weitere Missernten und Hungersnöte.

Als die Katastrophe vorüber war, hatten die Menschen ihre Pferde längst verspeist. Ein „pferdeloser“ Ersatz musste her. Karl Freiherr von Drais hatte zu dieser Zeit die zündende Idee: Eine „Laufmaschine“, eine „Draisine“ oder ein „Veloziped“ – ein Gestell aus Holz mit zwei geschmiedeten Reifen hintereinander und einem beweglichen Vorderrad: Der Vorbote unserer heutigen Fahrräder war geboren. Eine Radreise würde auf Drais Laufmaschine einiges an Kondition liefern, so stieß man sich mit beiden Füßen ab, Pedale gab es keine. Das funktionierte jedoch erstaunlich gut, sein Konzept war raffiniert: Die Lenkung wurde weit nach vorne gelagert, um ausreichend stabil zu sein. Außerdem wog die Konstruktion nur 20 Kilogramm, was in etwa dem Gewicht eines durchschnittlichen Trekkingrades entspricht.

Die Jungfernfahrt mit seiner Draisine führte Karl Freiherr von Drais von Mannheim nach Schwetzingen ins Relaishaus. Später bot er auch öffentliche Fahrten an, um sein Laufrad bekannter zu machen. Am 29. April wäre er 257 Jahre alt geworden.

Vielleicht sitzt er nun auf einer Wolke im Himmel, lässt die Füße baumeln und denkt beim Anblick all der Radfahrer stolz an seine Erfindung zurück.

Rennrad-Trainingscamp mit Tour de France-Sieger Andy Schleck

Wir sind stolz, verkünden zu können, dass der Gewinner der Tour de France 2010, Andy Schleck, zugesagt hat, im März 2017 ein ganz besonderes Trainingscamp im  thailändischen Hua Hin zu leiten.

Rennrad-Trainingscamp mit Andy Schleck in Hua Hin

 

 

 

 

 

Es ist das allererste Mal, dass ein Gewinner der Tour de France bei einem solchen Event in Thailand mitmacht, gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir daraus ein unvergessliches Erlebnis für alle Teilnehmer machen.

Rennrad-Trainingscamp mit Andy Schleck in Hua Hin Rennrad-Trainingscamp mit Andy Schleck in Hua Hin
Rennrad-Trainingscamp mit Andy Schleck in Hua Hin
Rennrad-Trainingscamp mit Andy Schleck in Hua Hin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geplant sind einerseits private Radtouren mit Andy Schleck in der Gegend des wunderschönen tropischen Badeorts Hua Hin. Andererseits laden wir Sie ein, an einem Wohltätigkeits-Galadinner im Intercontinental-Resort sowie an einer Wohltätigkeitstour mit dem Radsportidol teilzunehmen.

Diese wirklich sehr besondere Tour wird allen Teilnehmern die Gelegenheit geben, in einer
übersichtlichen Gruppe direkt an der Seite eines der besten Radprofis der vergangenen Jahre zu fahren und von ihm zu lernen.  Das Buchungspaket umfasst sieben Übernachtungen und fünf Tage auf
dem Rad.


Hier könnt Ihr das Programm zur Tour einsehen >>

Die Buchung ist ab sofort über unsere Website möglich >>

Rennradreise in Südafrika: 12 things you have to see or do

Südafrika, an der äußersten Südspitze Afrikas gelegen, grenzt im Süden und Südosten an den Indischen Ozean und im Westen an den Atlantischen Ozean. Besonders zeigt sich die Vielfalt Südafrikas bei einer Radreise. Dabei bietet Südafrikas bestes Terrain für eine Rennradreise und begeistert mit seiner besonderen Naturlandschaft.

Wir haben 12 atemberaubende Highlights für eine Rennrad-Reise durch Südafrika zusammen getragen, die Sie nicht verpassen sollten:

1.) Südafrika bietet das perfekte Radelwetter, schließlich handelt es sich um die Region mit den höchsten Sonnenstunden der Welt.

2.) Auf Flüsterasphalt entlang der False Bay die  wunderschöne Strecke von Rooi Els nach Gordons Bay radeln und dabei die  frische Meeresbrise einatmen.

3.) Vom Rad aus Wale beobachtet. Dies geht im November besonders gut.

4.) In Simostown nur einen Meter von einem afrikanischen Pinguin entfernt stehen.

5.) Natur pur bietet auch der Addo Nationalpark: teilweise nur 5-10m trennen uns von Elefanten.

6.) Auf einem Strauss reiten. (Dies ist bis zu einem Jockeygewicht 80 kg möglich.)

7.) Ein zartes Straussensteak beim abschließenden Grillabend kosten. Diesen bereiten uns unsere Gastgeber im Adley Haus frisch zu.

8.) Eine Bahnfahrt auf den Tafelberg mit Blick auf die Stadt. Übrigens wussten Sie, dass der Tafelberg 2014 zu einem der 7 Weltwunder  der Natur gehört.

9.) Den menschenleeren feinen Sandstrand von Natures Valley geniessen, einem kleinen Dörfchen inmitten von Urwald.

10.) Auf dem fast autofreien Bainskloof Pass 600m hoch hinauf radeln und dabei die Berg- und Pflanzenwelt bestaunen. Als Krönung erwartet uns ein 1-A Ausblick auf das Kapweinland.

11.) Natürlich lohnt es sich auch den exzellenten Wein zu kosten.

12.) Und nicht zu letzt:  Cape Town Cycle Tour.
Die herzliche Stimmung der Mitradler und der Zuschauer zur Cape Town Cycle Tour.  Der ein oder andere hält auch den Gartenschlauch raus unter dem man durchradeln kann.
Die Reiseteilnehmer haben bei der Rennradreise vom 02.03. – 13.03.2017 die Möglichkeit sich zusätzlich zum Rennen anzumelden.


Reiselust geweckt?
Aktuell haben wir für die Rennradreise im November noch einzelne Reiseplätze frei. Gleichzeitig stehen mittlerweile auch die Reisetermin für 2017 fest:

23.01. – 03.02.2017
18.02. – 01.03.2017
02.03. – 13.03.2017
06.11. – 17.11.2017

Alle Reisedetails zu Etappen, Leistungen und Preisen ansehen >>

Wir freuen uns, wenn Sie mit dabei sind. Gerne beraten wir Sie persönlich unter Tel. 0761 / 556 559-29.

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