Erfreunis in Grün und Blau: Radreise auf den Azoren

Die zweitgrößte Insel des Azoren-Archipels Pico eignet sich hervorragend zum Radfahren: Verkehrsarme Sträßchen ziehen sich über vulkanisch geprägte, einsame Landschaften. Ein Highlight auf den Azoren ist die Etappe zur Nachbarinsel Faial mit ihrem gigantischen Vulkankrater. Das fruchtbare Land wird vor allem für den Weinanbau genutzt, der aufgrund seiner speziellen Anbaumethode als UNESCO-Weltkulturerbe klassifiziert ist. Unsere Kundin Frau Sattler machte sich mit Herrn Wibmer im Mai dieses Jahres auf den Weg:

Schon mal vorab

Es war unsere erste Reise dieser Art und sie war fantastisch!
Liebes Biketeam, dank Euch hat alles reibungslos geklappt. Die von Euch gebuchten Flüge, alle Transfers mit Taxi, Fähre, die Wünsche bezüglich unserer Fahrräder, Eure gute Wahl der Pension auf Pico und die damit verbundene persönliche Betreuung vor Ort hat unseren Urlaub perfekt und unkompliziert gestaltet. Wir hatten alle Zeit der Welt zum Genießen.

Die Ankunft
Am Airport auf Faial wurden wir abgeholt und zum Fährhafen gebracht. „Glücklicherweise“ haben wir die Fähre nach Madalena verpasst. So hatten wir noch Zeit, uns die Füße in Horta zu vertreten, ein erstes Urlaubsbierchen zu trinken und kamen in den Genuss einer eineinhalbstündigen Fährfahrt nach São Roque. Die Sonne im Gesicht, die frische Meeresluft in der Nase und die Insel Pico mit Ihrem imposanten Vulkan ständig vor Augen.
Am Hafen wurden wir bereits erwartet und hatten während der Fahrt nach Madalena Zeit über die Insel und das Leben zu plaudern.

Die Pension und Ihre Eigentümer
Sofort haben wir gemerkt, dass hier alles mit ganz viel Liebe, Leidenschaft und Freude passiert. Von Petra und Nuno wurden herzlich aufgenommen, unsere Zimmer waren sauber, groß und freundlich eingerichtet. Wir haben uns die ganze Zeit wie zu Hause gefühlt, hatten Rundumbetreuung auf eine Art und Weise, welche von uns als sehr angenehm empfunden wurde. Zum Frühstück gab es frische Brötchen, selbstgemachten Marmeladen, Käse und Wurst aus der Region, Früchte, Müsli,…es hat an nichts gefehlt. Wenn wir am Nachmittag von unseren Touren kamen, stand immer ein frischgebackener Kuchen und Kaffee für die Gäste in der Küche.

Die Betreuung vor Ort
Nuno hat unsere Mietbikes perfekt montiert mit unserem eigenen Sattel und den Klick Pedalen. Er hat sich nach jeder Tour um platten Reifen und andere kleine Wehwehchen gekümmert, sodass jeden Morgen gewartete Bikes auf seinem Pickup geladen waren.
Schnell haben wir gemerkt, dass wir uns nicht am vorgegebenen Reiseverlauf festbeißen dürfen. Gerade auf einer Insel gibt das Wetter den Ton an. Und Petra: Sie war immer über die Wetterlage informiert und kam jeden Morgen mit Ihrer riesigen Landkarte zu uns an den Frühstückstisch, hat uns die perfekte Tour vorgeschlagen, aufs Navi programmiert und ist individuell auf unsere Wünsche eingegangen. Wir wurden zu den Startpunkten gefahren und haben angerufen, wenn wir wieder zum holen waren. Egal von wo. Das Angebot uns gegebenenfalls in einer Strandbar abzuholen, wenn wir keine Lust mehr zum Biken haben war sehr großzügig.

Die Touren
Alle vorgeschlagenen Touren waren gut durchdacht, landschaftlich einmalig schön, konditionell und fahrtechnisch gut zu schaffen. Die Touren waren so geplant, dass wir im Laufe der Woche möglichst viel von der schönen Insel gesehen haben.
Petra hat uns die Besteigung des Pico gleich für den ersten Tag empfohlen, da das Wetter dafür perfekt war. Jeder der Bergerfahrung, Wanderschuhe und Stöcke im Gepäck hat, sollte keinesfalls auf dieses wunderbare Erlebnis verzichten.
Besonders genossen haben wir die „Vulkantour“. Kraterseen, satte grüne Wiesen und Weiden, unbefahrene Straßen und Schotterwege, Sonne und Wind verbunden mit der Stille der Natur haben diesen Tag unvergesslich gemacht.
Eine andere Radtour hat uns auf die Nachbarinsel Faial geführt. Wiedermal war alles perfekt organisiert. Die Tickets für die Fähre, das Taxi auf die Caldeira, zum Startpunkt der Tour. Viele Kilometer, machbare Höhenmeter und wieder eine grandiose Landschaft haben den Tag perfekt gemacht. Vor der Rückfahrt mit der Fähre in Horta war noch genügend Zeit für einen Snack und einen Drink in Peters Cafè.
Die anderen Touren brachten uns durch die Weinanbaugebiete Picos, durch Wälder und an der Küste entlang. Die Abende haben wir in Madalena verbracht, ein schönes Städtchen mit hervorragenden Restaurants.
Eine Bootsfahrt zu den Walen, ein Muss! Dank guter Planung von Petra waren Wetter und Meer im Einklang. Pottwale, Finnwale und verschiedene Delfinarten haben uns zum Staunen gebracht. Wir haben den Tag zum Ruhetag gemacht und den Nachmittag in einer gemütlichen Bar am Hafen in der Sonne gechillt.

Alles hat einmal ein Ende…
Nicht für uns. Während unsere Freunde zurück nach München geflogen sind, haben mein Freund und ich noch drei Tage in Lissabon verbracht. Eine wunderschöne Stadt.
Sicher werden wir wieder kommen auf die Azoren, wir haben noch lang nicht alles gesehen.
Im kommenden Jahr möchten wir an die Algarve reisen, natürlich mit Biketeam, eure vorgeschlagene Tour klingt toll.

> Die Radreise auf den Azoren finden Sie unter diesem Link auf unserer Website www.biketeam-radreisen.de

Italienischer wird’s nicht. Auf dem Fahrrad durch Apulien.

Bei dieser Apulien-Radreise geht es ganz in den Süden, an den Absatz des italienischen Stiefels. Die malerischen Dörfer liegen im gleißenden südlichen Licht; die Tour führt von Bari über Karstlandschaften nach Matera. In Alberobella ragen die Dächer kegelförmig in den Himmel, bei Campo Marino rollt das Meer auf goldgelben Sand ein. Unsere Kollegin Christa testete die Reise zusammen mit ihrem Mann Gerhard im Mai auf dem Trekkingrad.

Eine Radreise durch Apulien imApulien Trekkingradreise Süden Italiens – das hat uns schon länger gereizt. Wir wählen E-Bikes, die wir am ersten Morgen, ebenso wie eine Einweisung inklusive GPS Geräte und Kartenmaterial, erhalten. Satteltaschen, Trinkflasche, Helm und Lenkertasche gehören zur Ausstattung, es kann losgehen.

Da sich die Ausfahrt aus Bari als verkehrstechnisch stressig erweist, werden wir außerhalb der Stadt mit unseren Bikes abgesetzt. Wir radeln im Wechsel auf kleinen Teerstraßen oder Schotterpisten mit wenig Verkehr. Dank GPS-Daten ist – nach etwas Übung  – der Weg gut zu finden, die Orientierung fällt leicht.

Apulien Trekkingradreise

Unser erstes Etappenziel, Castel del Monte, steht nach 70 Kilometern unübersehbar auf einem Hügel. Wir beziehen ein gemütliches Zimmer unterm Dach, bevor ein Gewitter aufzieht.

Die Räder sind hier, wie auf der ganzen Tour, sicher untergestellt. Der Akku hängt am Ladegerät, damit wir auch am nächsten Morgen wieder voll durchstarten können. Zur Sicherheit nehmen wir das Ladegerät mit auf die Touren, falls wir den Akku unterwegs wieder aufladen müssen. Das ist allerdings nur am dritten Tag der Fall: Es regnet, unsere Regenjacken und -hosen erfüllen ihren Zweck. Das Motto bei dem Wetter heißt „Keine Gnade für den Akku“: Wir radeln was das Zeug hält, um schnell unser Etappenziel anzusteuern. 

Apulien Trekkingradreise

Apulien Trekkingradreise

Die grandiose, sanft gewellte Landschaft lassen wir rechts und links liegen und genießen die Olivenbaumplantagen, Klatschmohnfelder und liebevoll aufgebauten, irisch anmutenden Kalksteinmauern am nächsten Tag umso mehr.

Unser Weg führt auf gewundenen Pfaden an spitzkegeligen Häuschen, Trullis genannt, vorbei. Es geht ein kleines Stück am Meer entlang und einige Steigungen hinauf und wieder runter. Wir durchqueren hübsche Orte mit kleinen Gassen, einladenden Cafés und vielen imposanten historischen Bauwerken. Am Abend freuen wir uns immer wieder auf die schönen, für uns reservierten Unterkünfte, wo unser Gepäck schon auf uns wartet. Nach einer warmen Dusche genießen wir die Vorzüge der italienischen Küche. Die Radreise geht viel zu schnell vorbei und endet in Lecce.

Apulien Trekkingradreise

Wir haben gelernt, wie wichtig ein guter Sonnen- und Regenschutz ist, Radbekleidung inklusive Handschuhe (Sonnenbrand!) eine Salbe für den – das lange Radeln nicht gewohnten – Po und sind uns sicher, dass wir Apulien einen zweiten Besuch abstatten werden.

Die Trekkingradreise nach Apulien ist individuell, mit flexibler Terminwahl buchbar. Sie finden die Reise hier auf unserer Website www.biketeam-radreisen.de

 

Die zehn fahrradfreundlichsten Städte Europas

Ein gut ausgebautes Radwegenetz, ausreichend Fahrradstellplätze und eine gute Beschilderung: Das sind drei von einigen Kriterien, die eine Stadt fahrradfreundlich gestalten. Wir präsentieren zehn europäische Städte, die sich Radfahrer zu Herzen nehmen. Übrigens kommt man in Städten bei Distanzen unter zehn Kilometern mit dem Fahrrad schneller voran als mit dem Auto. Grund genug also, häufiger aufs Rad zu steigen.

Amsterdam

Amsterdam zählt zu den Königinnen der fahrradfreundlichsten Städte Europas. Kein Wunder, denn rund zwei Millionen Kilometer legen die Radfahrer der niederländischen Hauptstadt pro Tag zurück und die Stadt wird von einem ca. 400 Kilometer langem Radwegenetz durchzogen. Wer Amsterdam besucht, sieht an allen Ecken und Enden Drahtesel: Auf etwa 750.000 Einwohner kommen 600.000 Fahrräder.

Kopenhagen

Kopenhagen setzt sich bis 2050 ein hohes Ziel: Die Stadt möchte CO2-neutral werden. Eine fahrradfreundliche Stadtentwicklung nimmt im Zuge dessen einen hohen Stellenwert ein – bereits heute legen die Einwohner der dänischen Hauptstadt täglich ca. 1,2 Millionen Kilometer mit dem Rad zurück.  Fahrrad-Schnellstraßen gehören genauso zum Stadtbild wie die Fahrrad-Rushhour.

Barcelona

Seit 2002 sind in Barcelona Fahrräder leihbar, einige Radwege sind baulich von Autostraßen getrennt zu befahren und mehrere Themenwege gestalten das Radfahren vor allem für Touristen angenehm: Neben einer Citytour zeigt eine beschilderte Küstentour die sehenswertesten Strände und die Runde „Auf den Spuren des Architekten Gaudi“ demonstriert die sehenswertesten Bauwerke Barcelonas.

Malmö

Das Radwegenetz des schwedischen Malmö ist erstklassig. Knapp 500 Kilometer Radwege, die mit Pumpstationen gesäumt sind, stehen zur Verfügung.

Berlin

Berlin hat knapp 3,5 Millionen Einwohner, von denen ca. 500.000 jeden Tag aufs Fahrrad steigen. Das 900 Kilometer lange Radwegenetz ist auch unter Touristen beliebt, vor allem der Radweg entlang der ehemaligen Mauer zählt zu den Klassikern der Stadterkundung.

Basel

Die Topografie lässt ein angenehmes Vorankommen per Rad zu, denn die Stadt im Schweizer Norden ist relativ flach. Reisende mit der Bahn können direkt nach der Ankunft im Bahnhof SBB ein Rad mieten. Die Verleihstation bietet außerdem eine Raparaturannahmestelle.

Münster

Münster zählt zu den fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands. Etwa 35 bis 40 Prozent der Fahrten werden mit dem Rad zurückgelegt. Bereits seit 1999 steht am Hauptbahnhof ein Fahrradparkhaus, das gesamte Radwegenetz misst stolze 300 Kilometer. Wein Wunder, dass in den bundesweiten Tests des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Münster immer wieder als die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands prämiert wird.

Trondheim

Das norwegische Trondheim gilt als Radlerparadies in Norwegen. In den letzten 20 Jahren investierte die Technik- und Universitätsstadt ca. 2,5 Millionen Euro in eine radfreundliche Infrastruktur. Zudem besitzt die drittgrößte Gemeinde Norwegens den einzigen Fahrradlift der Welt. Die Funktionsweise ist ähnlich eines Skiliftes: Der Radfahrer wird mit zwei Stundenkilometern den Berg hinauf geschoben – das erleichtert den Zustieg von Brubakken hinauf zur Festung Kristiansen. 

Oulu

Die sechstgrößte Stadt Finnlands bringt es auf ca. 620 Kilometer Radwegenetz. Alle zwei Jahre erhalten die Einwohner eine kostenlose, aktualisierte Radwegkarte. Sogar im tiefsten Winter beträgt der Radverkehrsanteil 22 Prozent und hält damit den Weltrekord (Textquelle: Geo.de und bikecitizens.net).

>  Lust aufs Radfahren? Radreisen, in Europa und weltweit, finden Sie auf unserer Website   www.biketeam-radreisen.de

 

10 Argumente fürs Radfahren

Ob Umwelt oder Gesundheit: Rad fahren ist einfach super. Wir haben zehn Argumente zusammengetragen, weshalb man öfter auf den Sattel steigen sollte.

1. Es ist gesund

Von der Optimierung des Herzrhythmus über Blutdrucksenkung und Cholesterin-Abbau bis zur Bekämpfung von Rückenleiden reicht die Palette der positiven Effekte des Radfahrens. Nach den Empfehlungen der Schweizer Bundesämter für Gesundheit sollten Menschen jeden Alters täglich mindestens eine halbe Stunde aktiv sein. Unter anderem stärke die Bewegung auf dem Sattel das Immunsystem. Da das Körpergewicht zu 70 bis 80 Prozent auf dem Sattel lagert, werden die Hauptgelenke an Knien, Hüften und Schultern schonend bewegt und schon nach 30 Minuten Rad fahren werden Adrenalin und Endorphine ausgeschüttet, was depressiven Verstimmungen entgegenwirkt. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs: www.adfc.de.

2. Es ist leise

Studien haben gezeigt, dass Verkehrslärm nicht nur anstrengt, sondern aufgrund der giftigen Emissionen außerdem unser Leben verkürzt. Wer Rad fährt, schon seine Ohren und die der Anwohner – vorausgesetzt, dass nichts schleift und kein Schutzblech klappert, aber das lässt sich einfach beheben.

3. Es setzt keine Emissionen frei

Fahrräder benötigen keinen Sprit und setzen keine Emissionen frei. Na gut, genau genommen stimmt das natürlich nicht ganz, denn auch unsere Muskeln wollen mit Brennstoff versorgt werden und auch die Rohstoffe für das Fahrrad müssen gewonnen, verarbeitet und transportiert werden. Also das Fahrrad am besten so lange wie möglich nutzen und die Muskeln nicht mit klimaschädlichen Steaks, sondern besser mit Gemüse und regionalen Lebensmitteln füttern.

4. Man erlebt viel

Wer wissen will, wie seine Stadt tickt, sollte Fahrrad fahren. Man sieht mehr, hört mehr, erlebt mehr.

5. Es entschleunigt

Wer entspannt radeln, kommt ausgeglichener im Büro und anschließend wieder zu Hause an. Unter anderem, weil man nie im Stau steht, keinen Bus und keine U-Bahn verpasst.

6. Es ist schnell

Na gut, zumindest auf kurzen Distanzen. Gerade in belebten Städten nimmt die Parkplatzsuche oft mehr Zeit in Anspruch als die reine Fahrzeit. Mit dem Fahrrad fahren wir einfach von Haustür zu Haustür. 

7. Es ist preiswert

Mit dem Fahrrad fahren wir sehr viel günstiger als mit dem eigenen Auto oder dem ÖPNV. Wobei man für kultige Fahrräder . Muss man aber nicht.

8. Es gibt Räder für jeden Bedarf

Die Vielfalt der Fahrradmodelle ist enorm. Lastenräder, kultige City-Cruiser, Mountainbikes für alle Ansprüche oder technisch gut ausgestattete Trekkingräder für Weltenbummler: Es ist für jede Anforderung etwas dabei.

9. Es spart Platz

Parkplätze, breite Straßen, Parkhäuser – für motorisierten Verkehr wurde jede Menge Fläche asphaltiert. Ein Fahrrad hingegen kann man ohne viel Flächenverbrauch fast überall abstellen und auch im fließenden Verkehr brauchen nicht motorisierte Zweiräder nur wenig Platz.

10. Wer auf dem Fahrrad reist, sieht mehr von der Welt

Anhalten, wo man möchte, zwischendurch mit Einheimischen plaudern, in den Alpen Singletrails hinunter brettern oder auf dem Rennrad ordentlich Strecke machen: Wer ein Land auf dem Sattel entdeckt, ist nah dran an Land und Leuten, tut seiner Gesundheit was Gutes und hat jeden Tag neue Eindrücke. Je nachdem, wonach Ihnen der Sinn steht: Wir haben mit Sicherheit etwas Passendes für Sie im Programm.

Unser komplettes Angebot finden Sie auf www.biketeam-radreisen.de

Kultstätte des Bikesports: Mountainbiken in Utah

Wenige Touren werden in der Szene so euphorisch gelobt wie die Trails in Utah, einer Region, die als Geburtsstätte des Mountainbikens gilt. Versteinerte Sanddünen, die „Slickrocks“, die im Verlauf von Jahrmillionen erdoriert sind, schaffen eine Oberfläche rau wie Schmiergelpapier, an dem der Reifengummi haftet wie Honig an den Fingern. Der gewaltige Strom des Colorado zersägt Utah von Nordosten nach Südwesten und ist für einen Großteil der fantastischen Canyons rund um Moab verantwortlich. Unsere Trans-Utah-Tour startet bei Kanab und endet knapp 650 Kilometer weiter in Moab. Zwei Wochen Mountainbikegenuss durch eine grandiose Szenerie. 

Die individuelle Anreise erfolgt nach St. George im Süden Utahs. Am Morgen brechen wir früh auf und fahren zu unserem Ausgangspunkt der Tour nach Big Water. Die Smoky Mountain Road liefert eine gute Vorlage, für alles, was noch kommen mag: Grandiose Aussichten auf den Lake Powell, der sich als eine der wenigen Gewässer wie ein polierter Spiegel in ein Spektral der Rottöne schmiegt. Der Sand knirscht unter den Reifen, Steine schlagen laut klackernd aneinander. Geräusche, die uns die nächsten beiden Wochen treu begleiten werden.

Wie ein gigantisches Lineal führt die Smoky Road an erodierten Tafelbergen vorbei. Spuren Jahrtausende alter Erosionsprozesse versetzen uns gedanklich zurück in längst vergangene Zeiten. 

Das Grand National Staircase Monument, einem Naturschutzgebiet vom Typ eines Nationalmuseums, ist geologisch dreigeteilt: Die Schichtstufenlandschaft bildet eine nach Norden aufsteigende große Treppe, durchschnitten vom Paria River, der zusammen mit seinen Zuflüssen die Landschaft vielfach durchtrennt und dabei geologische Schönheiten par excellence kreiert. 

In den ewigen Weiten bauen wir unsere Zelte auf, übernachten im Zigtausend-Sterne-Hotel, die Abgeschiedenheit eliminiert jegliche Lichtverschmutzung und zeigt den Himmel, wie ihn Astrologen am liebsten sehen: sternenklar, vorausgesetzt die Witterung spielt mit. Müsli mit Obst stärkt die Waden, die in der mobilen Solardusche vom Staub befreit werden können. Es ist das Naturerlebnis, was für Luxus sorgt, gehobene Ansprüche an Materielles dürfen nur für die Bikes erhoben werden, alles andere ist nebensächlich. 

Es locken so dermaßen viele landschaftliche Sehenswürdigkeiten, dass an dieser Stelle eine kurze Auflistung erfolgt, bevor es weiter ins Detail geht: Der sagenumwobene Navajo Mountain, dessen Besteigung wegen seines von den Navajo für heilig erklärten Gipfels untersagt ist, das Kaiparowitz Plateau, was aussieht, als hätte jemand mit einem Pinsel verschieden pigmentierte Rottöne auf einer riesigen Leinwand übereinander gelegt. 

Utah gibt sich äußerste Mühe, seinen Besuchern die größtmögliche Gastfreundschaft zu bieten. In Boulder, namensgebend sind seine zahlreichen Felsen, beginnt der Burr Trail. Sechzig Meilen schroffes Auf und Ab durch den Long Canyon, den Wolverine Loop und Aussichten auf die Henry Mountains, aus deren Gipfelflanken einzelne Schneefelder hervorblitzen. Dürre, Einsamkeit und die raue Umgebung haben die Ansiedelung von Menschen lange Zeit auf ein Minimum begrenzt, mit Ausnahme des Glen Canyons, wo sich an sonnigen Wochenenden Besucher um die besten Plätze tummeln. 

 

 

 

 

 

Wer hier, nach all dem Zauber, einen Schnitt machen möchte, hat die Möglichkeit, die Tour nach einer Woche und etwa 330 Kilometern in den Henry Mountains zu beenden (wovon wir natürlich abraten). Da die Reise auf Anfrage auch als einwöchige Variante buchbar ist, wird die Gruppe ab nun teilweise neu gemischt. 

Die zweite Woche beginnt mit einigen Kilometern gemütlichen Fahrens auf dem Highway 95, bis wir auf die Wooden Shoe Road abbiegen. Für alle Strapazen entschädigt der Dark Canyon, er gilt als einer von Utahs Kronjuwelen. Einschnitte in die Ebenen zeugen von der Macht der Flüsse, die beachtliche Furchen hinterließen.

Als landschaftlicher Gegenpart zum Dark Canyon präsentiert sich der Canyonlands Nationalpark: dünne Felsnadeln, fein gestreift, erheben sich wie die Sammlung eines überambitionierten Turmbauers in den azurblauen Himmel, wo Kletterer spinnengleich an den Wänden kleben und den Blick von den Sandpisten in die Vertikale lenken.

Weitere Informationen zur Tour nach Utah finden Sie hier >> auf unserer Internetseite. Gerne beraten wir Sie, telefonisch oder auch per Mail: 

Tel.: 0761-556 559 29

info@biketeam-radreisen.de

 

Fotowettbewerb bei BIKETEAM – unsere Jahresgewinner

Wir veranstalten jeden Monat einen Fotowettbewerb, außerdem nehmen alle Gewinner des monatlichen Wettbewerbes an unserer Jahresverlosung teil, bei der es nützliche Sachpreise zum Rad fahren zu gewinnen gibt. 

Nun war es wieder soweit, die Gewinner unserer Jahresverlosung wurden gekürt.

Der erste Preis geht dieses Jahr an Herrn Volker Schillinger, der nach der Rennradreise „Route des Grandes Alpes“ sein Fahrrad an der Mittelmeerküste parkt und sich verdienterweise von den Anstrengungen seiner Tour erholt. Gewonnen hat er einen 150€ Gutschein für seine nächste Reise – herzlichen Glückwunsch!

Frau Kletzander kann sich mit dem zweiten Platz, einem Bild von ihren schlammverspritzten Beinen von ihrer Bali und Java-Mountainbike Tour, über einen Fahrradhelm von Giro freuen. Frau Tschiedel ist mit einem Fahrrad-CombiPack, bestehend aus einer Satteltasche, einer Mini-Fahrradpumpe, einem Faltwerkzeug und einem Reifenheber gut für alle kommenden Reisen gerüstet. Sie war mit uns in Neuseeland.

Wir gratulieren den Gewinnern und bedanken uns außerdem bei allen Teilnehmenden. Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Partner Naturzeit, der uns die Sachpreise zur Verfügung stellte.

Bei unserem monatlichen Fotowettbewerb gibt es jeweils eine Satteltasche zu gewinnen, es entscheidet die Anzahl der Likes bei facebook. Wir freuen uns über alle zukünftigen Teilnehmer.

Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen zu unserem Fotowettbewerb finden Sie hier >> auf unserer Internetseite.

Mountainbiken in den Anden: „Mein Faible für Argentinien begann in meiner Kindheit“

Herr Peters, freiberuflicher Musiker aus Regensburg, war im Januar mit uns auf einer Mountainbikereise in den Anden unterwegs. Von Malargüe in Argentinien geht es in acht Tagen über die „Cordillera“ nach Chile, übernachtet wird in Zeltcamps.

Herr Peters, wie schön, dass wir Sie zu Ihrer Reise interviewen dürfen. Weshalb haben Sie sich für eine Tour in Argentinien und Chile entschieden?

Das ist eine lange Geschichte: Mein Faible für Südamerika begann bereits in meiner Kindheit. In der vierten Klasse habe ich ein Referat über Brasilien gehalten, der Wunsch, nach Südamerika zu reisen, ließ mich seitdem nicht mehr los. Mit 31 Jahren bin ich dann endlich nach Brasilien geflogen, es war fantastisch. Vor allem die Musik hat mich sehr begeistert. Ein paar Jahre später flog ich erneut nach Südamerika und war in Paraguay, Peru, Chile und Argentinien.

Wie kam es, dass Sie sich für eine Radreise entschieden haben? Sind Sie ein begeisterter Mountainbiker?

Ich habe vor vielen Jahren mein Motorrad verkauft und bin auf ein motorloses Fahrzeug umgestiegen, also aufs Fahrrad. Mit einem Freund habe ich bereits zweimal die Anden überquert. Wir haben uns Strecken bei Google Earth angeschaut und uns auf den Weg gemacht. Ich bin mittlerweile 66 Jahre alt, mein Kamerad wollte diesmal nicht mit. Die geführte Tour bot sich an, es ist sehr komfortabel, dass das Gepäck transportiert wird und man sich nicht mit der Logistik auf der Reise befassen muss.

Mountainbike-Reise_Chile_ArgentinienDie Hochlagen der Anden sind von alpinem Klima geprägt. War Januar eine gute Reisezeit?

Das Wetter war wunderbar. Es war zwar oft sehr heiß, 35 bis 41 Grad, aber es fiel kein Regen. Der südamerikanische Sommer ist für die Hochanden die beste Reisezeit.

Welche Etappe war die beeindruckendste?

Beeindruckend war jeder Tag, als besonders spannend habe ich die vierte Etappe in Erinnerung. Nach den ersten drei Tagen, die sehr anstrengend waren, geht es am vierten Tag – nach Überquerung der argentinischen Grenze – durch eine Hochebene am Fuße eines Gletschermassives. Dann in einer schwierigen und langen Abfahrt (etwa 15km) durch dieses Niemandsland hinunter zum chilenischen Grenzübergang.

Das klingt nach einer harten Tour.

Die Tour an sich war gut zu meistern, stellenweise musste man etwas die Zähne zusammenbeißen, vor allem auf den sandigen, steinigen Pisten. Wer Probleme hatte, Spitzkehren zu fahren, musste ab und zu absteigen. Ich bin selbst kein Bike-Profi, konnte aber alles meistern. Ich bin auch zuhause mit dem Mountainbike unterwegs, aber nur auf Forststraßen, Waldwegen und ausgewiesenen Strecken.

Wie kann man sich die Camps vorstellen?

Ein Fahrzeug fährt die Küche, die Zelte und alles voraus. Das Camp wird also aufgebaut, bevor wir Mountainbiker dort sind. Beim Abbau haben alle geholfen. Die Crew war sehr freundlich, das Abendessen gut und reichlich. Wir haben in Drei-Personen-Zelten übernachtet, die von zwei Leuten belegt waren. Es ist auch möglich, alleine im Zelt zu schlafen. Abends sind wir spät angekommen, die Camps stehen mitten in der Prärie. Wasser war immer vorhanden. Aus Naturschutzgründen habe ich beim Waschen auf Seife und Shampoo verzichtet. Es gibt natürlich auch Körperpflegeprodukte, die biologisch abbaubar sind. Das ist ratsam.

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In den Zeltcamps wird für die Gäste gekocht. War das Essen gut? Was haben Sie gegessen?

Wir haben sehr abwechslungsreich gegessen. Hühnchen mit Reis, Nudeln mit gegrilltem Fleisch, auf Wunsch vegetarisch. Zum Frühstück gab es Brot, Kaffee, Kekse. Müsli leider nicht, das wäre ganz gut gewesen.

Was hat Ihnen am besten gefallen?

Es war alles rundum super, die Reise hat meine Erwartungen übertroffen. Man weiß ja nie, wer dabei ist, aber ich hatte sehr viel Glück mit der Gruppe. Wenn man mit jungen, gut gelaunten Leuten reist, wertet das eine Tour natürlich sehr auf.

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Die Region ist recht einsam. Haben Sie überhaupt andere Reisende getroffen?

Nein, eher wenige. Einmal sind wir einer Gruppe Deutscher begegnet, auch Mountainbiker, die waren aber sehr leistungsorientiert. Es geht mir nicht um die Anzahl der Kilometer, um das Abfahren einer harten Strecke. Ich möchte eher die Landschaft genießen und bin niemand, der Trails hinunterrauscht.

Haben Sie einen Tipp für Leute, die sich für die Reise interessieren?

Einen speziellen Tipp habe ich nicht. Ich kann die Reise aber sehr empfehlen. Die Gruppe war toll, das Personal vor Ort hat sich sehr für unser Wohlergehen engagiert und ein großes Lob verdient.

Haben Sie eine weitere Reise geplant?

Die Seidenstraße finde ich sehr spannend, natürlich ist die Gegend politisch gerade etwas problematisch. Eine Tour in Kanada würde mir sicher auch gefallen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie noch einmal mit uns verreisen. Vielen herzlichen Dank für das Interview.

Auch Lust auf eine Mountainbike-Reise nach Argentinien und Chile bekommen? Unsere Termine für 2018 stehen: 09.02. – 17.02.2018 und 23.02. – 03.03.2018

Die Reise finden Sie hier auf unserer Internetseite.

Mountainbike-Reise_Chile_Argentinien

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Harter Tobak: mountainbiken in Südtirol. Ein Trailbericht.

Der Rhythmus der Jahreszeiten bremst uns aus. Kann der Reschenpass hinter der Schweizer Grenze wegen Neuschnee mit unserem alten VW-Bus nicht befahren werden, wird uns eine Stunde später auch in Latsch in Südtirol die Weiterfahrt verwehrt. Zwar nicht mit dem VW-Bus, dafür auf dem Mountainbike, denn: es schüttet wie damals mit Lenin im Amazonas-Regenwald (aber das ist eine andere Geschichte).

Gregor verströmt Gelassenheit. „Wir tun das, was wir schon gestern hätten tun sollen: Tee trinken und Bücher lesen.“ Einer wie er wird erst in vierzig Grad steilem Gelände richtig wach, als Spross einer sportbegeisterten Familie ist er vor zwei Jahren als Wirtschaftsflüchtling in die Schweiz ausgewandert. Seitdem brettert er ständig irgendwelche Trails hinunter.

Unsere beiden Freunde Andreas und Christa, die morgen nachkommen, leben den gleichen Sport. Die Einzige, die den bevorstehenden Unternehmungen mit etwas gemischten Gefühlen gegenübersteht, bin ich. Mein emotionales Verhältnis zu Trails speiste sich bisher aus den Videos der Mountainbike-Legende Danny Mac Askill auf Youtube. Mit Ski oder Steigeisen an den Füßen klappt vieles, rollend auf zwei Rädern war ich bisher vor allem im Schwarzwald unterwegs.

Ich sitze auf der Matratze im Bus und schaue durch das beschlagene Fenster auf einen sanft vor sich hinplätschernden Steinbrunnen, neben dem wir auf einem Waldparkplatz stehen. Nebelschwaden erheben sich kriechend langsam aus dem Tal, um uns herum: Stille. Ich kaue auf einem Klumpen Graubrot und überlege, wie ich ohne Gesichtsverlust in Erfahrung bringe, wie das da so wird, auf den Trails. „Hast du dir schon mal was gebrochen?“, frage ich beiläufig. Gregor überlegt kurz, und zwar nicht, wie ich vermute, ob überhaupt, sondern wie oft und wo. 

Mit dem Abend kommt der Schnee, doch wir lassen uns die Freude auf die kommenden Tage nicht vermiesen. Latsch zählt zu einem der besten Bikereviere der Alpen. Was die Region Vinschgau so unverwechselbar macht, ist die Kombination aus landschaftlicher Schönheit und einem Terrain, das alle Stücke spielt. Latsch zählt knapp 5.000 Einwohner und liegt am Eingang des Martelltals, zwischen Goldrain und Kastelbell-Tschars. Die liebliche Landschaft mit den Apfelbäumen im Tal, die Berge mit ihren Gletschern hoch oben und der mit 3.905 Metern alles überwachende Ortler, im Nationalpark Stilfser Joch, bieten reihenweise Spielraum für aktive Urlauber.

Die einzigen Grenzen, die einem hier beim Mountainbiken gesetzt werden, sind die eigenen. Doch man muss kein Trailjunkie sein, um auf seine Kosten zu kommen. Auch Freunde des entspannten Genussbikens und lernwillige Anfänger finden hier so ziemlich alles, was an dem Sport dranhängt: wurzelige, verblockte Waldwege, Klassiker der Transalp-Routen, einfach zu fahrende Höhenwege zu urigen Almen.

Beim Spaziergang nach Latsch kommen uns gerade mal drei Wanderer entgegen, ansonsten sind wir alleine mit dem verwinkelten Ort und den Bergmassiven aus Schlerndolomit, die wie die Zähne eines gigantischen Unterkiefers in den Himmel ragen. An sonnigen Wochenenden herrscht hier ein Treiben wie an einer Berliner U-Bahn-Station – Deutsche inklusive. Eine steife Brise weht um unsere Kapuzen. Verträumt trotten wir zum Marktplatz, auf dem die Eisdielen heute geschlossen sind.

Ein lautes Rülpsen lässt mich zusammenzucken. Vorwurfsvoll schaue ich zu meinem Begleiter, doch es ist ein riesiger Hund, der rechts hinter mir drohend das Nackenhaar sträubt. Zum Glück verschwindet er schneller Richtung Apfelplantagen, als ich mich auf zwei Beinen retten kann. Der Schreck schärft die Sinne.

Wir spazieren durch den Ort, der – viel zitiert – wie ausgestorben aussieht. Irgendwo hinter diesen zig Kirchtürmen, Apfelbäumen und Bergmassiven liegt die Welt, aus der wir kommen, eine mit Flugplänen, Media Märkten und Wagenstandsanzeigern. Unsere Schlechtwettersicht beschränkt sich auf den Kontrast zwischen der fruchtbaren Talsohle und einer kargen Bergwelt. Südtirol, die nördlichste Provinz Italiens, beherbergt eines der größten Apfelanbaugebiete Europas. Durch Frostschutzberegnung werden die Blüten bei Minusgraden gespritzt, alte Traktoren knattern zwischen den Plantagen hindurch. Wir lassen den Abend mit einem Besuch im Hallenbad ausklingen, „Gnade für die Wade“, sagt Gregor, während er wie eine laichende Kröte im brühwarmen Außenbereich am Beckenrand klebt.

Dass von Latsch ein Zauber ausgeht, erfahren wir am nächsten Morgen, nach dem ersten Blick aus dem Fenster: Weiß bestäubt strahlen uns die Bergketten an, ein überaus fotogener Kontrast zum leuchtend satten Grün im Tal. Die Sonne scheint auf uns hinab, als wolle sie sich für den vielen Regen und Schnee der letzten Tage entschuldigen. Wir spülen die Müdigkeit, die man so verspürt, wenn man früh morgens aus einem muffigen Bus kriecht, mit einer Tasse Kaffee hinunter. „Auf geht’s, hinauf zur Alm“, sagt Gregor, mit affektiertem Südtiroler Zungenschlag.

Unsere darauf folgenden Tage rund um Latsch erinnern ein wenig an ein Computerspiel, bei dem es darum geht, möglichst viele Höhenmeter zu sammeln, Hindernissen geschickt auszuweichen und in neue Terrains vorzudringen. Da sind unter anderem der Propain Trail, der Holy Hanson Trail, der Burgentrail und der Panoramatrail, die sich handtuchbreit und wild geschwungen in eine Landschaft aus Grün und Grau fräsen.

Level 1: Man kurbelt auf einem Forstweg bis zu einer Alm hoch und fällt in derselbigen über Kaiserschmarrn her, bis man sich auf Alm Nummer zwei einen Kaffee gönnt, und pappsatt durch den Wald auf fahrtechnisch moderaten Wegen zurück zum Bus gelangt.

Level 2: Man gelangt über sandige Wege im kurvenreichen Anstieg zu einer Burg, klettert auf die Brüstung, lässt sich von unten das Mountainbike reichen, sammelt Punkte beim Fotografieren, beißt auf halbem Anstieg in sein Käsebrot und donnert selbigen sandigen Weg wieder hinab. „Immer schön die Zeigefinger an die Bremsen, Sattel runter, Hintern raus, Ellbogen nach außen strecken“, sagt Christa durch ihren Fullface-Helm, und sie weiß, wovon sie spricht. Level 3: Steinstufen hochfahren ist die eine Herausforderung, vierstellige Höhenmeterangaben noch vor dem Mittagessen knacken die andere. Proviant: Bananen und Nüsse, größere kulinarische Genüsse gibt’s erst am Abend.

Ich habe sehr viel Spaß in Latsch, obwohl ich mich ablege, mir Geröllsplitter um die Ohren fliegen oder ich mir zum x-ten Mal beim Auf- oder Absteigen die Pedale in die Waden ramme. Doch wer wie ich mit Leuten unterwegs ist, die ein Mountainbike auf die Wade tätowiert haben, weiß entweder, worauf er sich einlässt, oder gibt sich zumindest hier mit den unteren Levels zufrieden. In denen gibt’s wenigstens den Kaiserschmarrn.

A propos Levels: Durchs Vinschgau bieten wir zwei geführte Alpencross-Touren in unterschiedlichen Niveaus an. Beide Touren führen von Garmisch im Allgäu an den Gardasee nach Norditalien. Die Etappenlängen und zurückgelegten Höhenmeter bieten Mountainbikegenuss für sportlich orientierte bzw. sportlich sehr ambitionierte Bikefreunde (halsbrecherische Trails fahren muss man nicht). Text und Bilder: Katharina Baus

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Suedtirol Mountainbiken Burg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Bevor man in Schottland mit dem Verkehr kämpft, kämpft man gegen den Wind“ – Interview mit Reiseleiterin Katia

Katia, unsere Reiseleiterin für Schottland-Radreisen, begeistert sich mit Herz und Seele sowohl für Schottland, als auch für Fahrräder und Geschichte. Mit einem Geschichtsstudium, einer Ausbildung zur Fahrradmechanikerin und ihrer Arbeit als Reiseleiterin macht sie genau eins: ihren Leidenschaften nachgehen. Was sie an Schottland fasziniert, erzählt sie in diesem Interview.

Katia, du bist unser Guide in Schottland. Was fasziniert dich an diesem Land?

Ja, gute Frage, warum und gerade Schottland. Viele ziehen bei Schottland einen Vergleich mit Norwegen, es ist rau und einsam, und bietet trotzdem spannende Metropolen wie Edinburgh und Glasgow. Wer möchte, steht innerhalb kurzer Zeit in der totalen Einöde. Besonders faszinieren mich die Heidelandschaften und Schottischen Highlands. Es gibt viele glasklare blaue Seen, Strände, die Leute sind sehr herzlich. Fahrradreisen bedeuten für mich die absolute persönliche Freiheit.

Wie oft bist du in Schottland unterwegs?

Ich bin ca. zwei bis drei Monate im Jahr dort. Ryanair fliegt von Bremen direkt nach Schottland, das ist natürlich Luxus. Meistens arbeite ich in der Hauptsaison. Wenn ich privat nach Schottland reise, mag ich auch den Winter, gerade weil sehr wenige Touristen unterwegs sind.

Das schottische Wetter hat keinen guten Ruf. Zu Recht oder zu Unrecht?

Das Wetter ändert sich in Schottland sehr schnell, innerhalb von fünf Minuten kann es bei Regen schon wieder ganz anders aussehen. Das Schottland-Vorurteil, sehr regenreich zu sein, stimmt aber nur halb. Ich hatte schon Gruppen bei richtig warmen Wetter, da sind alle baden gegangen. Also im Meer, nicht im Regen. Andererseits wurden wir schon so dermaßen eingeregnet, dass wir das Hotel nicht verlassen konnten. Klar, man sollte gute Regenbekleidung dabeihaben, Schönwetterreisende fahren vielleicht besser nach Italien. Das Wetter ist allerdings überproportional häufig gut.

Wir bieten verschiedene Schottlandreisen an. Einmal durch das Hochland und die Inneren Hybriden, auf dem Great Glen Way und zuletzt entlang der Westküste und in die Highlands. Welche ist dein Favorit?

Die Hybridinseln sind besonders schön. Sie vereinen ganz Schottland auf wenig Fläche. Meine Lieblingsinseln sind definitiv die Isle of Mull und Isle of Skye, von dort hat man die schönsten Panoramen, manchmal ist es etwas mystisch neblig. Neblig und wolkenverhangen. Die tollsten Ecken locken im Norden, schwarzes Lavagestein mit bizarren Felsformationen, da geht mein Herz auf. Ich mag auch den Loch Rannoch More Nationalpark sehr gerne, vor allem die Moor- und Sumpflandschaften. Es fährt sich dort sogar recht komfortabel, auf befestigten Wegen.

Verkehr gibt es kaum, oder?

Es gibt kaum Straßen mit Gegenverkehr, das ist das angenehme. Bevor man mit dem Verkehr kämpft, kämpft man eher gegen den Wind.

Ist die schottische Küche besser als ihr Ruf?

Die Leute sind begeistert von frischem Fisch, als Vegetarier hat man es nicht ganz so leicht. Außerdem wird alles frittiert, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Klar, Fish & Chips kennt man ja, aber frittierte Marsriegel!? Die wurden in Schottland erfunden. Und Wild wird gerne serviert. Das schottische Frühstück besteht schon mal aus geräucherten Makrelen, Baked Beans mit Toast und Speck, Lachs und Kabeljau. Porridge wird in nahezu allen Restaurants zum Frühstück serviert.

Wie bist du darauf gekommen, Radreisen zu führen?

Ich war viel im außereuropäischen Ausland unterwegs, und zwar immer auf dem Fahrrad, auch in Asien und Australien. Meine erste Schottlandreise werde ich nie vergessen, damals auf einem alten Rad mit Stahlrahmen. Insgesamt begegnet man vielen Herausforderungen, die man sonst im Alltag nicht erlebt. Höhenmetern. Starkem Wind. Mücken. Auf dem Fahrrad trifft man Menschen, die man sonst nicht treffen würde und führt Gespräche, die sonst nicht stattfinden.

Vielen Dank, Katia!

Habt ihr auch Lust Schottland mit dem Trekkingbike zu entdecken? Alle Details zur Reise findet ihr unter:

Schottland Trekkingbikereisen >>

Wir beraten Euch gerne, auch persönlich, unter Tel. 0761 / 556 559-29 oder per Mail info@biketeam-radreisen.de.

 

 

 

 

 

Eine Reise wert: Albanien

Man stelle sich vor: Eine Mischung aus der zerklüfteten dalmatinischen Küste mit ihrem eisblauen Wasser, dazu helle Kies- und Sandstrände wie an der Algarve, Oliven-, Zitronen- und Orangenhaine wie in der Toskana. Obendrauf römische Ausgrabungen, viel davon als Weltkurkulturerbe. Halt, die großartigen Wege durch wildes Gebirge nebst Einkehr bei extrem gastfreundlichen Menschen nicht vergessen.

Wir befinden uns in Albanien, bis zum Fall des Kommunismus der verschlossenste Staat Europas, heute ein Land, in das es sich zu reisen lohnt. Albanien lässt sich nicht leicht einordnen, trotz der Kleinheit des Landes ist seine Vielfalt erstaunlich.

Zehn Gründe, nach Albanien zu reisen:

1. Zwischen den Meeren

Das Land am Ionischen und Adriatischen Meer braucht sich vor vielen anderen europäischen Reisezielen nicht verstecken, im Gegenteil: Traumhafte, oft menschenleere Strände, wie der von Gjipe (nur zu Fuß zugänglich), sucht man in anderen Mittelmeerländern oft vergeblich.

2. Der gebirgige Norden

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat den Weitwanderweg „Peaks of Balkans“ mit eingerichtet, im südlichen Küstengebirge läuft ein ähnliches Projekt. Ein Traum für Wanderer und Mountainbiker, lohnenswert ist vor allem die Gegend östlich von Tirana in den Albanischen Alpen.

3. Kultureller Reichtum

Die gut gepflegten, antiken Ruinen von Butrint im Süden des Landes über das römische Aquädukt bis hin zum venezianischen Kastell: Unesco-Welterbestädte wie Berat, die „Stadt der tausend Fenster“, und Gjirokastra zeugen vom reichen kulturellen Erbe Albaniens.

4. Religiöse Vielfalt

Muslime machen ca. 70 Prozent der Bevölkerung aus, sie leben Tür an Tür mit Katholiken (ca. 10%) und Orthodoxen (ca. 20%) – und das in einem Land, das noch vor einer Generation per Deskret atheistisch war. Zudem ist die albanische Landbevölkerung größtenteils sehr neugierig und die Leute freuen sich, wenn sie andere Menschen kennen lernen.

5. Wenig Verkehr

Wenig Verkehr, disziplinierte Autofahrer. Kein Wunder: Albanien ist mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern dünn besiedelt. Jeder zweite Wagen ist ein Mercedes, auf den die Besitzer gut aufpassen.

6. Essen

Speisen sind in Albanien im europäischen Vergleich günstig. Fantastisch ist das mediterrane Essen mit griechischen, türkischen und italienischen Einflüssen, wie zum Beispiel Ambash, eine Mais-Suppe mit Ziegenfleisch-Stückchen. Zu nahezu jedem Essen gibt‘s Gurken, Tomaten, Oliven und selbst gemachten Käse. Ziegen oder Schaf werden gegrillt, Blätterteig mit Nena gefüllt, einer Art Wildspinat.

7. Die Hauptstadt Tirana

Wer Tirana besucht, findet eine fortschrittliche Stadt vor: Neue Straßen, moderne Hochhäuser und die vielen Läden, Cafés und Restaurants im Stadtzentrum lassen fast vergessen, dass Albanien Ende der 1980er Jahre ein völlig verarmtes Land war.

8. Sicherheit

Viele denken beim Stichwort „Albanien“ an Blutrache und Kriminalität. Dazu sei das Auswärtige Amt zitiert: „Fälle von Gewaltanwendung bei Klein- und Straßenkriminalität sind relativ selten.“ Also, ab nach Albanien.

9. Anreise

Knapp über eine Stunde dauern die Flüge von Wien oder Ljubljana zum Flughafen von Tirana, der den Namen der albanisch-stämmigen Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa trägt.

10. Auf dem Fahrrad durch Albanien mit Biketeam-Radreisen

Einsame Strecken in entlegenen Bergen, Übernachtungen in traditionellen Gasthäusern, selbst gemachte Speisen aus Hof und Garten: Eine Bike-Tour durch die Berge Albaniens, ist eine Zeitreise in die Vergangenheit und ein Geheimtipp, der es in sich hat. Auf wilden Naturpisten sind wir auf dem Mountainbike unterwegs über entlegene Täler, einsame Pässe und durch geheimnisvolle Weiler. Die Trekkingradreise vereint wildes Bergland mit abwechslungsreichen Küstenetappen. Spätestens nach dem ersten Tag weiß man: Es lohnt sich manchmal, bekannte Pfade zu verlassen und neue zu erfahren. In Albanien, diesem letzten Geheimnis Europas.

Habt ihr auch Lust Albanien mit dem MTB oder Trekkingbike zu entdecken? Alle Details zur Reise findet ihr unter:

Albanien Trekkingbike- oder Mountainbike-Reise >>

Wir beraten Euch gerne, auch persönlich, unter Tel. 0761 / 556 559-29 oder per Mail info@biketeam-radreisen.de.